Eröffnung der Sonderausstellung "Schleswiger Kaltblut" im Knüttelmuseum
Von der Maschine verdrängt
Knüttel – Museum Norderbrarup
Sonderausstellung zur Geschichte des „Schleswiger Kaltblutpferdes“
Ab Mitte des 19 Jahrhunderts wurde das „Schleswiger Kaltblutpferd“ speziell für die hohen Anforderungen in der landwirtschaftlichen Feldarbeit gezüchtet. Sie zeichneten sich durch Lernwilligkeit, Wendigkeit, gutmütiges Temperament und sehr hohe Zugleistung aus. Sie waren bis Mitte der 1950er Jahre auf landwirtschaftlichen Betrieben im nördlichen Teil Deutschlands weit verbreitet.
Ab 1950 verloren die Kaltblutpferde, mit dem Einsatz von Traktoren, nach und nach ihre Bedeutung.
Ab 1990 konnte sich dann langsam wieder eine organisierte Zucht des Schleswiger Kaltblutpferdes etablieren.
Dies ist maßgeblich der Familie Isenberg (Gut Kamp) zu verdanken. Jürgen Isenberg hat während des 2 Weltkrieges erlebt über welche Fähigkeiten diese Pferde verfügten und war von deren Leistungsvermögen tief beeindruckt. Auf Grund dieser Erfahrungen schuf er, trotz aller negativer Vorzeichen, 1952 die Grundlagen dafür, dass das Schleswiger Kaltblutpferd, das vom Aussterben bedroht war, erhalten blieb.
Gezüchtet wird aktuell vor allem in Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Leider steht auch heute noch das Schleswiger Kaltblutpferd auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen.
Die Eröffnung der Sonderausstellung ist am Samstag, d. 24. Okt 2026 um 15:00 Uhr. Im Anschluss kann sie bis 17:30 Uhr besichtigt werden, sowie am Sonntag, d. 25. Okt 2026 v. 14:00 bis 17:30 Uhr.
BL